Jahresbericht Franz Feldmann

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Hier sind alle Berichte auf einem PDF vereint! Sehr informativ und interessant.
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Eignet sich zur Lektüre und allenfalls auch zur Inspiration für eigene Reisen!
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Abreise!

Nun ist es soweit! Heute um 9.32 Uhr Ortszeit und mit 130842 km (gefahrene 52812 km) auf dem Tacho und leerem Tank habe ich unser Wohnmobil am Hafen in Halifax abgegeben. Das ist supereasy! Keine Bürokratie, gar nichts. Einfach reinfahren, Badge und Weste anziehen, hinstellen und den Frachtzettel abgeben!
«We're all Canadians, eh!» meint der Spediteur. Wos nichts zu beanstanden gebe, müsse man ja auch nichts reklamieren, meinen alle hier! Recht haben sie, da sind die Amis ganz anders! Nun noch ein paar Stunden, dann gehts auf den Condor-Flug!

«Wir haben Glück gehabt!»

Jetzt, so kurz vor Halifax in Nova Scotia wird uns so richtig bewusst, dass unser Jahr in Nordamerika nun langsam aber sicher zu Ende geht. Was, schon ein Jahr vorbei? Fast nicht zu glauben, dass wir vor mehr als 365 Tagen ins Flugzeug gestiegen sind, mit vielen Erwartungen und viel Vorfreude. Das alles soll nun vorbei sein?
 
Die Kinder freuen sich, ihre Kollegen wieder in der Schweiz zu sehen, für mich sind diese letzten Tage hier in Kanada mit viel Wehmut verbunden, haben wir doch viele schöne Momente erleben dürfen.
Mehr als 52'000 Kilometer haben wir mit unserem Wohnmobil zurückgelegt, praktisch den nordamerikanischen Kontinent umrundet und wir dürfen sagen, dass wir auf unserer Reise sehr viel Glück gehabt haben. Dafür sind wir dankbar. Alle sind gesund geblieben, wir hatten keine Unfälle und keine wirklich teuren Reparaturen am Gefährt. Das Wetter war uns mehr als hold, gab es für uns nur ganz wenige Regentage, was das Zusammenleben im doch recht engen Wohnmobil um einiges erleichterte.
 
So am Ende der Reise stellt sich auch die viel gefragte Frage nach dem schönsten Ort. Doch darauf gibt es keine schlüssige Antwort. Einerseits haben wir in wunderschönen Landschaften campiert oder sind durchgereist. Eine daraus hervorzuheben fällt schwer. Zudem ist es nicht ganz einfach, die Wüste des Death Valley mit der üppigen Vegetation und Tierwelt der Everglades in Florida oder mit den schroffen und engen Canyons des Zion Nationalparks zu vergleichen. Andererseits haben wir manch schöne Begegnung mit fremden Leuten erlebt, lokalen wie reisenden. So haben wir die Gastfreundschaft vieler in Kanada und auch den USA geniessen dürfen. Vielleicht bleibt ja die eine oder andere gewonnene Freundschaft über die Zeit hinaus bestehen?
 
Hat sich das ganze gelohnt, zwei Jahre lang den Gürtel enger zu schnallen, damit diese Reise möglich geworden ist? Auf jeden Fall! Wir durften die Natur, Tiere, Menschen wie auch die nordamerikanische Geschichte hautnah miterleben, die Kinder haben englisch sprechen gelernt und ihren Horizont unendlich erweitert. Für uns Erwachsene bleibt der Wunsch, dass wir noch lange fit bleiben mögen. Denn gute Gesundheit vorausgesetzt, werden wir eines Tages wieder nach neuen Zielen aufbrechen. Dann wird es heissen: On the road again!

Unsere Rückkehr

Ja, alles hat (leider!) ein Ende. Auch unsere einjährige Reise geht nun langsam aber sicher in die letzten Stunden hier in Kanada. Wir sind nun schon in Halifax angekommen und geniessen den hiesigen Hochsommer in vollen Zügen, sei es im Meer oder in warmen Seen.
 
Und für all diejenigen, die nachgefragt haben:
Wir kommen am Freitag, den 19.7.13 um 9.45 in Zürich Kloten mit der Swiss aus Frankfurt an (LX1069), hoffentlich.

Das Ende naht!

Drei Tage sind wir in Maine geblieben, haben erneut den Arcadia National Park besucht und die unheimlich grossen Gezeitenunterschiede bewundert! Fantastisch, wie bis zu 16 Metern Tidenhub durch die Buchten kommen und gehen! Das hat zur Folge, dass die angrenzenden Flüsse und Bäche runter und wieder stromaufwärts fliessen. Sogar Wasserfälle werden umgedreht!
 
Auch in New Bruinswick kann man dieses Phänomen sehen. Wir nehmen die Fähre von Campobello Island und Deer Island zum Festland, bevor es weiter geht nach Prince Edward Island (PEI). Diese kleine Insel ist eine eigene kanadische Provinz. Sehr malerisch, wenn die Sonne scheint. Das tut sie erst gegen den Schluss. Wir feiern den Canada Day in Charlottetown mit einem Festival und anschliessendem grossen Feuerwerk. Hier treffen wir auch immer wieder Schweizer und Deutsche, die ihre Reise erst gerade in Halifax angefangen haben. Auch Barbara und Fabian treffen wir nach Vancouver endlich persönlich an und geniessen in einer kleinen Bucht  zusammen einen Kaffee mit schönem Ausblick.
 
Dann geht es mit der Fähre weiter nach Nova Scotia zurück, wo unsere Reise begonnen hat, ein Zeichen vom langsam kommenden Ende des langen Trips! Wir geniessen wie vor einem Jahr den kleinen Zeltplatz im Cape Breton Highland National Park. Die Lage direkt am Meer ist einmalig. Die Kinder und ich schwimmen sogar kurz im Meer. Wir sind uns bewusst, dass wir nun nur noch knapp zwei Wochen haben ...
 
New Brunswick2 0049 Lupine  New Brunswick2 0116 Lowtide  PEI 0383 CanadaDay Firework
Lupinen überall!                           Gezeitenunterschied!                  Canada Day in PEI

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