Mickey Mouse, Wale, Delfine, Kondore

Zwei Wochen sind wir bei der Familie Sanchez in Palo Alto geblieben, dann sind wir weiter gezogen in Richtung California 1, der berühmten und spektakulären Küstenstrasse. Da das Wetter im Norden von Kalifornien nicht vielversprechend aussieht, wenden wir uns nochmals Richtung Süden, um uns Hollywood anzusehen. So gewinnen wir etwas Zeit und hoffen, im April dann wärmeres Wetter in Nordkalifornien oder Oregon zu haben.
Nach Monterey fahren wir auf dem privaten 17-Mile-Drive. Es ist kühl an der Küste und leider dringt der Nebel vom Meer her ins Land, was für diese Jahreszeit äusserst aussergewöhnlich ist. Der Nebel begleitet uns die ganze Küste entlang bis nach Los Angeles, so sehen wir leider nichts von der malerischen Küste. Nur hie und da lüftet sich das Weiss etwas und wir sehen die Brandung unten an der Steilküste. Schade. In San Simeon besuchen wir die ansässige Seeelefantenkolonie. Auf dem Strand liegen hunderte dieser Meeressäuger. Es hat zu dieser Zeit nur noch wenige ganz grosse Männchen dort, dafür noch ganz viele Junge. Die meisten sind schon unterwegs in Richtung Alaska.
In Los Angeles kämpfe ich mich durch den dichten Verkehr, um in Hollywood anzukommen. Wir übernachten im Rodeway Inn und laufen auf dem weltbrühmtem Walk of Fame auf dem Hollywood Boulevard. Vor allem am zweiten Tag sehen wir etliche berühmte Filmfiguren, Doubles, die ihr Geld verdienen mit Fotos machen. Jeder, der ein Foto mit Mickey Mouse, Lady Gaga, Michael Jackson, usw machen will, bezahlt bis 5 Dollars. Na ja, wem das etwas Wert ist ...

Nach zwei Tage flüchten wir wieder an die Küste, wo sich der Nebel einigermassen verzogen hat. Da im Yosemite National Park immer noch Schnee liegt und es in der Nacht auch unter Null Grad ist, beschliessen wir, wieder die Küste hochzufahren. Dieser Entscheid lohnt sich, denn nun sehen wir alles ohne Nebel! Auf dem Kirk Creek Campground treffen wir Marco, einen Schweizer, der per Daumen in Amerika unterwegs ist. Die Jungs verbringen die ganzen zwei Tage mit ihm und schwatzen ihn voll. In der Zwischenzeit haben wir mit der Familie Sanchez abgemacht, dass wir gemeinsam zwei Tage im Pfeiffer Big Sur State Park campieren gehen. Wir waren beim Hinweg schon mal dort. Es hat uns gefallen. Ein Platz mitten im Küstenwald mit Bach, wo die Kinder spielen können.

Entlang der Küste haben wir exakt zum Frühlingsbeginn am 21.3. Glück mit den Tieren. Wir sehen dutzende von Walen, die nach Alaska migrieren. Einige springen sogar hoch in die Luft. Die meisten sind weit aussen im Meer, aber ein paar sehen wir ganz nahe unter uns an der Küste. Gerade als wir von einem Beobachtungspunkt abfahren wollen, sehe ich eine riesige Gischt auf uns zukommen. Es sind hunderte von weiss gestreiften Delfinen, die auf der Durchreise sind und immer wieder hoch aus dem Wasser springen. Es ist wunderbar! Der ganze Spuk dauert einige Minuten, dann sind die schnellen Tieren vorbei. Als wir weiterfahren, springt direkt vor uns eine Bobcat über die Strasse und am Abend singt ein Käuzchen über uns auf einem Ast. Am nächsten Morgen sehen die Jungs sogar einen ersten Lachs im Bach, einen Steelhead. Ihm werden im Sommer noch ganz viele folgen, das Fischen ist hier aus diesem Grund verboten.
Wir verbringen zwei herrliche Tage mit der Familie Sanchez auf dem Pfeiffer Big Sur Campingplatz. Am zweiten Tag sehen wir sogar 3 kalifornische Kondoren fliegen. Wir bekomen viele, wertvolle Informationen dieser seltenen Vögel von einem Volunteer, der die Tiere mittels einer Antenne lokalisiert und studiert. Diese riesigen Vögel waren in der freien Wildbahn ausgestorben, nur noch 22 Exemplare gab es weltweit in Zoos. Nun leben insgesamt über 400 Kondore an der kalifornischen Küste, 66 allein im Gebiet Big Sur.

Reconnected again!

Yesterday the Feldmann family left our house towards an unknown destination, going their own way. The house feels empty, it's like something is missing, but wait, they left something, they left us with some great memories. Two weeks ago I came home and found the family already waiting outside. Even though I haven't seen Frank in a long time, somehow I felt I just saw him recently. I met Pia, Ramon and Jan for the first time, what a beautiful family. It was a little awkward at the beginning, getting all to know each other but the more days went by the better adjusted we all were.

They have 2 boys and we have 2 girls, and they are at the age where boys want to play only with boys and girls only with girls, but surprisingly all four enjoyed playing together every day. We usually shared breakfast and dinner together like a big family, kids jumping and running around, Pia and I coordinating meals and Frank and Luis watching sports. Their visit was a reminder of how important is to live every moment. They enjoy every day at its fullest, making plans in the moment and making sure every member of the family agrees. Even sharing drinking a cup of coffee can be a memory that can last forever.

I'm grateful this family came across our lives and wish them a safe trip wherever their destination is. Sending you and your family a big hug, Lily
 
California 1461 2Families
Both families at Santa Cruz Boardwalk

Super Überraschung

Wir sind nun schon über eine Woche in San Francisco bei Freunden stationiert. Wir erkunden die Stadt per Tram, Bus, zu Fuss, per Velo und natürlich per Cable Car. Vor allem die alte Strassenbahn hat es den beiden Jungs angetan. Wir überqueren die Golden Gate Bridge mehrmals mit dem Fahrrad, einmal kommen wir mit der Fähre zurück. Dies ist besonders eindrucksvoll, da man an Alcatraz vorbeifährt und dann sich langsam der Stadt vom Meer her nähert. Wir tauchen ein in all die touristischen Souvenirläden am Pier 39 und an der Fisherman's Wharf. Ich lasse es mir nicht nehmen, eine der berühmten Clam Chowders im Brotteig zu essen. Auch Jan mag die dicke Muschelsuppe im Sauerteig. Es wird in dieser Gegend intensiv gebaut für den dieses Jahr stattfindenden America's Cup.

Wir wohnen bei Lily und Luis. Lily kenne ich schon seit 25 Jahren. Sie war mit mir anno dazumal an der gleichen Sprachschule wie ich in Montreal. Nun lebt sie mit ihrem Mann Luis und den beiden Zwillingen Jennifer und Karina in Palo Alto. Wir geniessen das Gastrecht in vollen Zügen und wechseln uns ab mit dem Kochen. Zweimal fahren wir zusammen ans Meer. Die vorbeiziehenden Wale sehen wir nicht, denn einmal hat es bei Point Reyes viel zu dichten Nebel. Trotzdem macht das gemeinsame Picknick Spass. Freitag ist jeweils «Movie Night», was vor allem Ramon und Jan sehr gut gefällt. Ramon hat hier endgültig entdeckt, dass er englisch sprechen kann. So übt er fleissig und redet englisch wie ein Wasserfall!

Wir warten hier sehnsüchtig auf die definitive schriftliche Bestätigung unseres Visumgesuchs, denn wir müssen ja im Pass das alte I-94 Formular ersetzen. Natürlich fragen wir jeden Tag, ob das Couvert per Post angekommen sei, doch jedesmal heisst es, dass noch nichts im Briefkasten gewesen sei. Eine Familie von der Schule der Kinder hat sich eingeladen, um uns am Abendessen zu sehen. Wir stossen mit Champagner an, als Lily ein Couvert hervorzückt! Wir sind überwältig, dass die Gastfamilie uns so grossartig überrascht und freuen uns gleichzeitig, dass wir nun endgültig auf der sicheren Seite sind, was unseren Aufenthalt in den USA anbelangt! Diese Überraschung ist gelungen! Wir werden uns wohl am nächsten Montag schweren Herzens von den lieben Freunden verabschieden und weiter ziehen. Wohin genau wissen wir – wie immer! – noch nicht.
 
English Short Version:
Since more than a week we're here in San Francisco staying with good friends. Lily and Luis are living in Palo Alto with their twins Jennifer and Karina. I know Lily since 25 years where we attended the same language school in Montreal. We love being here and enjoy the advantages of a big city as well as staying in a house after almost 8 month of travelling in an RV. One night our hosts surprise us with the envelope containing our definite approval of extension of our visa! That was awesome! Thank you for everything! Now we're on the safe side travelling the USA until we have to go back to Switzerland!
We also enjoy picknicking at the seashore together. Unfortunately we couldn't see the whales at Point Reyes because of the dense fog, but it still was great fun. Ramon discovers speaking English here. He's almost unstoppable. I like it. After alle, we will continue our trip next week. Where it will lead us, we don't know yet, as usual...
 
California 0957 SanFrancisco  California 00998 PointReyes  California 1096 SanFrancisco
Golden Gate Bridge                    Lily, Karina and Jennifer             Fisherman's Wharf

Juhui!!!

Heute, einen halben Tag, nachdem unser Visum abgelaufen ist, haben wir von der Einwanderungsbehörde den Bescheid erhalten, dass unser Gesuch um Verlängerung bis zum Juli 2013 bewilligt worden sei. Zwar haben wir den offiziellen Entscheid noch nicht schriftlich bekommen, sondern «nur» via SMS und E-Mail erfahren, dass unser Fall abgeschlossen und unser Status «approved» sei. Mit anderen Worten: Wir werden in den nächsten Tagen wohl den schriftlichen Entscheid erhalten und wohl auf irgend ein Amt müssen, um unsere Pässe neu abstempeln zu lassen. Wir werden sehen ...
 
Auf jeden Fall werden wir dies heute Abend bei einem Glas guten Wein feiern!!!

Viele Steinhaufen

Der Zion National Park ist im Vergleich zu anderen Parks eher klein. Vor allem jetzt im Winter hat man nur eingeschränkte Möglichkeiten, da einige Trails und Strasse geschlossen sind. Obwohl wir hier fünf Tage auf wärmeres Wetter wartend verbringen, sind wir begeistert. Das Gute ist, dass man sich meist im Talboden bewegt. So hat man eine schöne Aussicht. Auch die Fahrt durchs Tunnel ist eindrücklich. Dafür wurde unser Wohnmobil extra vom Ranger ausgemessen, damit wir ohne Eskorte durchfahren dürfen.
 
Da wir einigermassen in der Nähe des Monument Valleys sind (nur etwa 400 Kilometer...), beschliessen wir, dorthin zu fahren. Wir kommen beim Einnachten an und müssen deshalb am Eingang keinen Eintritt mehr bezahlen. Dieses Gebiet wird von Indianern verwaltet, also gilt der Nationale Parkpass nichts. Wir dürfen gratis auf dem Hotelparkplatz übernachten und werden am Morgen belohnt durch eine schöne Aussicht auf das Monument Valley. Obwohl wir eigentlich nicht mit unserem Wohnmobil durch die Schotterstrasse fahren dürften, nachen wir genau dies und bleiben oft staunend an den berühmten Felsen stehen. Wie wir später erfahren, gibt es ein noch eindrücklicheres Tal, doch dazu später!
 
In der Nähe liegt der Natural Bridges Nationalpark. Da wir gerade nichts Besseres zu tun haben, wollen wir auch das sehen, denn im Grand Canyon, dort wo wir eigentlich hin wollen, ist die ganze Woche schönes Wetter, wir müssen also nichts überstürzen. Der Highway 261 führt zu einem Canyon und von dort in einer schwindelerregend engen Schotterstrasse auf den Canyonrand hinauf. Einfach wunderbar! Und das beste ist, dass dies in keinem Reisebuch zu finden ist. Wir sind einmal mehr begeistert. Im Natural Bridges Nationalpark ist es eisig kalt, es liegt Schnee. Der Camping wäre zu dieser Jahreszeit gratis, wir werden trotzdem heute noch weiterfahren. Die Trails zu den drei Brücken sind vereist und mit Schnee bedeckt. So kommen wir nur zur dritten Bridge. Mir gefällt sie, die Kinder tollen im Schnee und suchen im Bachbett nach Eis.
 
Es ist schon spät, als wir abfahren. Wir vermuten, dass die vorher erwähnte Schotterpiste nun vereist ist und riskieren lieber nichts. So fahren wir einen 30 Meilen Umweg und übernachten in Bluff, wos im Motel ein Sprudelbad hat. Am nächsten Morgen fahren wir durch das nahe gelegene «Valley of the Gods». Dies ist ein anderes Monument Valley. Nur gibt es hier keine Touristen, die Strasse ist länger, die Berge eindrücklicher und es kostet folglich auch keinen Eintritt. Auf der gut erhaltenen Schotterpiste verlieren wir leider viel Luft im Pneu und setzen einmal hinten auf, was uns offenbar eines der Rücklichter kostet.
 
Der Grand Canyon hat uns schon lange gereizt, nun sind wir hier. Natürlich ist er sehr eindrucksvoll, aber auf der anderen Seite sind wir auch ein bisschen enttäuscht, denn man sieht alles nur von oben. Wir werden entschädigt durch die vielen Hirsche, die wegen dem Schnee ganz nahe an und auch auf der Strasse laufen. Wir übernachten hier auf dem Campinglatz, der voll Schnee aber leer von Touristen ist. Damit nichts gefriert, lassen wir das Wasser aus dem Tank.
 
Via Route 66 zurück in Las Vegas wollen wir den Pneu flicken, aber es stellt sich heraus, dass ein kleines Loch in der Felge entstanden ist, aus dem Luft entweicht. Wir lassen dieses Loch für 125 Dollars schweissen, damit wir beruhigt weiterfahren können. Da an diesem Wochenende ein Feiertag ist (President's Birthday), fahren wir in der Zwischenzeit ins «Valley of Fire», 40 Meilen nordöstlich von LV. Es ist ein Hit. Würde ich einmal einen Fotoworkshop organisieren, ich würde hierherfahren! Viele Farben, Formen und Figuren, die sich präsentieren. Zudem treffen wir zum wiederholten Mal Elke und Georges. So bleiben wir einen weiteren Tag und verbringen ihn mit unseren Freunden.
 
In Las Vegas erhalte ich die geflickte Felge zurück. Nun wollen wir hier nochmals einen Tag mit Sightseeing verbringen, bevor es in Richtung «Death Valley» geht. Auch hier gibt es keine Eile, denn es drohen dort in den nächsten zwei Tagen Regen und Schnee!
 
English short version:
Zion National Park is impressive because we see the mountains from the bottom and not from the top! We stay for free in Monument Valley before we se the even more impressive Valley of the Gods. In between we see the Natural Bridges National Park. But there is too much snow and ice, so we go to the Grand Canyon.
 
It sure is very impressive but on the other hand, it was more beautiful to see the mountains from the bottom of the valley, like Zion NP. We see a lot of elks which were grazing along the scenic road because of the snow. Camping here was cold as the temperature at night reaches 12° Fahrenheit
 
It seems that we have broken one wheel in the Valley of the Gods. So we have to get it welded in Las Vegas. As it is the long weekend because of the President's Birthday holiday, we go to the Valley of Fire and don't regret it.The colours and the rock formations are stunning here! If I ever organize a photo workshop it will be here!
 
Back in LV, we get the repaired wheel and enjoy once again the colourful citylights!
 
Utah 0191 ZionNP  Utah 0667 NaturalBridgesNM  Utah 0679 ValleyOfTheGods
Zion NP                                       Natural Bridges NP                     Valley of the Gods
 
 

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