Florida Keys

Nun sind wir endlich in den Florida Keys angekommen. Verglichen mit dem Wetter zuhause scheint es hier paradiesisch zu sein. Doch für Florida Verhältnisse ist es am Anfang eher kühl, bessert aber zunehmends. Wir bleiben zuerst auf dem John Pennecamp Coral Reef State Park eine Nacht, dann zwei Nächte auf dem Bahia Honda State Park, wo wir direkt am Wasser campieren! Das tönt romantisch, ist es zu einem gewissen Punkt auch, aber es ist laut! Eine der berühmten Brücken, die die Keys verbindet, ist direkt uns gegenüber. Es ist oft so laut, als würden wir auf einem Wal-Mart Parkplatz übernachten. Dafür werden wir am Abend mit einem Tintenfisch und einer Muräne entschädigt, die direkt vor uns im Wasser schwimmen. Die Jungs sammeln Kokosnüsse, welche wir zum Dessert essen!
 
Tagsüber schnorcheln wir, es hat tausende von farbigen Fischen im Wasser, das Riff ist eher schmutzig. Es liegt viel Dreck auf den Korallen, so sieht man praktisch keine Farben. Gleich nebenan sehen wir zwei Warane, einer grün, einer rot, die in den Mangroven herumturnen.
 
Jan feiert hier am 6. November seinen 10. Geburtstag. Er bekommt eine schön dekorierte Schokoladetorte, die mit seinem Namen angeschrieben ist! Morgen werden Jan und ich zusammen eine Fishing-Tour unternehmen. Das hat er sich auf den Geburtstag gewünscht!
 
English Version:
We finally arrived at the Florida Keys where we stay at John Pennecamp Coral Reef State Park and Bahia Honda State Park. There we go snorkelling, see a lot of colourful fish, two lizards. The boys collect lots of coconuts which we eat for desert!
On November 6, Jan celebrates  his 10th birthday with a personally decorated chocolate cake. Tomorrow, we will be going on a fishing tour. That's what Jan wished as a birthday gift.
 
Florida 1006 Keys  Florida 1040 Keys
Bahia Honda State Park

Danke - Raketen - Universal Studios

Danke
Zuerst möchte ich mich noch für all die besorgten Nachfragen bedanken. Wir haben den Hurrican «Sandy» sehr gut überstanden. In New York schlägt der Sturm erst so richtig zu. Die Meteorologen sind sich auf dem TV einig, dass es seit Beginn der Recordings noch nie einen Sturm gegeben hat, der so grosse Landesteile der USA in Mitleidenschaft gezogen hat. Einziger Wermutstropfen für uns ist, dass Florida zu dieser Jahreszeit aussergewöhnlich kühl ist. Dafür schlafen wir bei niedrigen Temperaturen in der Nacht besser!
 
Kennedy Space Center
In Cape Canaveral besuchen wir natürlich einen ganzen Tag, das heisst über 8 Stunden lang, das Kennedy Space Center. Nach uns werden die Türen geschlossen. Eindrücklich die vielen Raketen und das persönliche Treffen eines richtigen Astronauten. Wir holen uns das Autogramm von John O. Creighton. Er flog mit der STS-51G Discovery 1985 während 7 Tagen ins All. Er sei auch schon in der Schweiz Ski fahren gewesen, meint er. «Beautiful country», sagt auch er, wie alle anderen Amis, die wir treffen.
 
Dieselfilter und Kissimee
Am nächsten Tag versuche ich in einer Garage, den Dieselfilter austauschen zu lassen. Ich finde nun auch selbst heraus, dass ich den falschen dabei habe und auf dem Internet in diversen Foren lerne ich, dass auch andere Camper über den lausigen Filter motzen ... In Kissimee stehen wir für eine Nacht auf dem Wal-Mart und fühlen uns sicher, da die ganze Nacht ein Security-Auto auf dem Parkplatz patrouilliert. Am Morgen lesen wir, dass auf den RV-Parkplätzen ein Übernachten verboten gewesen wäre ...
 
Pleiten, Pech und Pannen
Den Tag in Orlando hätten wir eigentlich streichen können. Wahrscheinich ist der ausklingende Vollmond schuld, dass so einiges in die Hosen geht. Angefangen damit, dass wir anstatt in die Universal Studios in die Disney Studios fahren, dort zuerst auf dem falschen Parkplatz stehen. Als wir dann endlich am Eingang sind, lernen wir, dass Disney nichts, aber gar nichts mit den Universal Studios zu tun hat! Wir buchen die 15 Dollar Parkplatzgebühr als Verlust ab und fahren 10 Meilen weiter, wo der Parkplatz nun 20 Dollar kostet und ein langer Fussmarsch zu Eingang auf uns wartet.
 
Universal Studios
Die Universal Studios sind vor allem eines: Ein lauter, superteurer Souvenir- und Fresstempel aufgemotzt mit ein paar spektakulären Rollercoastern. Man bezahlt 85 Dollar pro Person Eintritt, damit man tausende von Souvenirs in entsprechenden Themengebieten kaufen kann. Wer dann noch genug Geld hat, kann in verschiedensten Restaurants seinen Rubel los werden. Zugegeben, der Hulk ist eine eindrückliche Achterbahn mit mindestens sechs Loupings, das Harry Potter Schloss eine clever gemachte Animation mit anschliessender Höllenfahrt. Geschafft am Abend suchen wir zuerst ein Buffet (11 Dollars für 150 Items, inklusive Sushi und Austern!), dann ein billiges Motel. Für 32 Dollar – es gibt einige für sogar $ 29.99! – finden wir eines. Schon verrückt, das Motel kostet gleich viel wie ein einigermassen anständiger Campingplatz!
Das dumme ist nur, dass ich trotzdem viel Geld liegen lasse! Beim Parkieren übersehe ich eine Palme. Das hat zur Folge, dass Ramon am folgenden Tag ein neues Velo im Wal-Mart kriegt und ich in einer Werkstatt das Rücklicht reparieren lassen muss! Wir wären wohl besser im Sheraton schlafen gegangen, wäre wohl im Gesamten günstiger geworden ...
 
Manatees
Irgendwie schafft es die Natur, uns den mehr oder weniger gelungenen Vortag vergessen zu machen. Kaum im Sebastian Inlet State Park angekommen, werden wir von einer Herde Manatees empfangen. Andernorts bezahlt man teuer, um diese seltenen Tiere auf einer Tour zu sehen. Ramon kann am Strand sogar auf seinem neu gekauften –Boogie-Boord direkt neben den Tieren schwimmen und surfen!
 
English Version:
We were lucky not to be struck by hurricane «Sandy». We sat it out in St. Augustine where we had quite a bit of wind and were evacuated from the State Park.
In Cape Canaveral we visited the Kenedy Space Center where we met a Astronaut John O. Creighton. He had been skiing in Switzerland before.
In Orlando we went to the wrong studios. Instead of going to the Universal Studios we landed in the Disney Studios where they told us that Universal and Disney is not the same ... So we returned and landed at the right place. Universal Studios is after all a bloody expensive souvenir shop with a lot of eating places where you have to pay an entrance fee! They make everything to get your money! But I must admit that the rides are excellent, especially the Hulk ride and Harry Potter's Castle were super!
We ended the day with a large buffet and our first stay in a motel. The next day we went to Sebastian Inlet State Park. There were a school of Manatees swimming with Ramon right on the beach. Other people pay a fortune for a Manatee Tour, we got it for free!
Florida 0377 KennedySpaceCenter  Florida 0676 RamonManatee

Alligatoren / Evakuation

Alligatoren
Gerade beim Eingang des Anastasia State Park in St. Augustine steht die Alligator Farm. Da wir den Hurrikan «Sandy» hier aussitzen, benutzen wir die Gelegenheit und besuchen die zu hunderten schwimmenden Urgetiere. Da die Farm ein Zoo ist, sind hier alle 23 existierenden Krokodilarten zu sehen. Laut eigenen Angaben der einzige Ort auf der Welt, wo man dies zu bestaunen bekommt.
 
Evakuation in St. Augustine
Die lange vorausgehegte Befürchtung, dass wir im Oktober/November in Florida allenfalls mitten in die Hurrican-Season hineinkommen, bestätigt sich am 26.10. Der Tropensturm «Sandy» hat sich in den letzten Tagen über der Karibik aufgebaut und bewegt sich langsam aber sicher in Richtung Ostküste der USA. Die Region von Boston soll in den nächsten Tagen ziemlich arg in Mitleidenschaft gezogen werden, also meilenweit weg! Ich beobachte jeden Tag den Wetterradar auf dem Internet und sage am Morgen noch zu Pia, dass ich nichts sehe, was mir Sorgen bereiten könnte. Denn der Sturm nimmt Kurs in Richtung Nordost, etwa 200-300 Meilen von der Küste weg.
Wir beobachten, wie der böige Wind am Strand in der Form eines Sandsturmes daherkommt. Es gibt ein gratis Peeling für die Beine, die Vögel stehen stromlinienförmig in einer Reihe. Der Sand wird meterweise von den Wellen abgetragen und ins Meer verfrachtet. Gerade, als wir am Abend mit dem Velo vom Anastasia State Park Camping losfahren wollen, um die extrahohe Flut zu beobachten, werden wir von einem Ranger angehalten. Der ganze Campingplatz werde per sofort wegen «Sandy» evakuiert. Das heisst für uns, statt unter Bäumen in Strandnähe zu übernachten, dislozieren auf den lärmigen Wal-Mart Parkplatz. Immerhin erspart uns das 30 Dollar .... Der Wind hält sich nur wenige 100 Meter hinter der Küste in Grenzen. Direkt am Meer war es schlimmer. Ich denke aber, die Evakuation, vom County angeordnet, war etwas gar vorschnell. Wohl typisch Ami. Niemand will hier wohl eine Klage wegen einem kaputten Camper, der unter einem heruntergefallenen Ast steht!
 
Florida 0276 Alligator  Florida 0327 HurricaneBirds
Alligator Farm                                                                Hurricane Bird

Mississippi/Alabama

Nach den beiden Musikstädten Nashville und Memphis zieht es uns unweigerlich in Richtung Florida. Das bringt mit sich, dass wir in den beiden Staaten Mississippi und Alabama vor allem eines machen: Auf der Interstate durchfahren. Immerhin finden wir in Mississippi zwei State Parks, die der Erwähnung durchaus Wert sind. Zum einen ist dies Chewalla Lake State Forrest, lauf Campground Host das best gehütete Geheimnis Mississippis. Kann durchaus sein, denn wir sind neben dem Host die einzigen, die dort übernachten und sogar noch einen Sturm mitmachen. Es gebe erneut eine "Tornado-Watch". Im Falle eines Tornados würde er uns an der Türe klopfen und wir sollten im WC Unterschlupf finden. Das ist aber zum Glück nicht nötig. So blitzt und donnert sowie regnet es in der Nacht während einer Stunde gehörig, aber der Wind bleibt aus!
 
Zum anderen ist dies Lake Lowndes State Park. Auch dort ist es wunderschön mit wenigen Leuten. Wir bleiben je 2 Tage. Auf der Stracke nach und durch Alabama bewundern wir die vielen Baumwollfelder, bevor wir dann eindlich in Florida ankommen. In Switzerland (!) Floida machen wir einen Mittagshalt. Der Sheriff, der gerade ein paar Sträflinge beaufsichtigt, die den Park reinigen, fragt uns, woher wir seien. «From Switzerland!» Er stutzt und muss dann lachen, da er schnell begreift, dass wir aus «real Switzerland» sind!
Unser erster wirklicher Halt in Florida ist St. Augustine, der offenbar älteste Ort in den USA. Hier haben die Spanier zum ersten Mal Halt auf dem Festland gemacht. Auf dem Anastasia State Park bleiben wir 2 Tage. Für die Kinder ist es schon zu warm! Wir müssen uns erst noch an die Wärme gewöhnen. Es ist zwar «nur» 28° am Tag, dafür in der Nacht nicht viel kälter. Nach den fast 0° in den letzten Wochen in der Nacht, brauchen unsere Körper noch Zeit, um auch hier gut schlafen zu können ...
 
Dafür sind der Strand sowie das Meer ein Riesenhit für die Jungs. Endlich können sie sich stundenlang in den Wellen vergnügen, ohne zu frieren!
 
English Version:
After the music towns Nashville and Memphis we're heading towards Florida. Therefore, we're rushing through the states of Mississippi and Alabama without doing anything special. We liked the 2 state parks Chewalla Lake State Forrest and Lake Lowndes. At this time of the year, there aren't a lot of people using them, we're almost alone. We survive a heavy thunderstorm (tornado watch!) in Chewalla where we alos donate one hammock to an autistic youth.
 
Our first real stop in Florida is in St. Augustine, the first Spanish settlement on the American mainland. The boys are finally enjoying the beach and the waves. At night we have to get used to the warm temperatures here in Florida after the cold nights before ...
 
Florida 0029 StAugustine  Florida 0043 StAugustine 
Castillo de San Marco St. Augustine                             Town Hall St. Augustine
Florida 0163 StAugustine  Florida 0164 StAugustine
Jan in the waves                                                            Ramon in the waves

Memphis: Blues und Elvis!

Nach Nashville nun die nächste Musikstadt, die Geburtsstadt des Blues und des Rock n Rolls. W.C. Handy schrieb hier seine ersten 2 Blues und wie so immer in der Geschichte, niemand wollte es hören, bis jemand für 100 $ die beiden Stücke abkaufte und in der Folge steinreich wurde. Heute zeugen viele Bluesbars an der berühmten Beale Street davon. Besonders sehenswert in der Nacht, wo überall Musik zu hören ist und die farbigen Neolichter leuchten.
Eine Querstrasse weiter hängt der Himmel nicht voller Geigen, nein, sondern voller Gitarren. Gibson hat hier eines seiner drei Werke. Wir besuchen die Fabrik und staunen, dass die Gitarren alle handgemacht sind. Hier in Memphis werden die halbakustischen E-Gitarren produziert.
Wir fahren mit der hölzernen, ruckligen Strassenbahn fast dreimal eine Runde um die Stadt. Die Tramführerin kennt uns unterdessen.
 
Graceland
Natürlich wäre ein Besuch in Memphis nicht komplett, würde man Graceland auslassen. Wir tun das natürlich nicht und begeben uns voll in die Mitte des absolut möglichen Kommerzes! Da wird nichts ausgelassen, um das Fan-Portemonnaie von den hübschen Dollars zu erleichtern! Die Tour durch das Graceland Areal ist informativ. Elvis hat sich selbst, seiner Familie und seinen Freunden zu Lebzeiten auch gerne was Gutes getan! Nun profitieren, seine Nachfolger und das nicht zu knapp!!!
 
English version
After Nashville we see another music city: Memphis. Here, the Blues and the Rock'nRoll was born. W.C. Handy wrote his first pieces here, nobody wanted to hear them. So he sold them for 100 bucks and another guy went rich!
A block further from Beale Street we visited the Gibson guitar factory which is interesting to see. All the semiacoustic guitars are handmade. We tour the city three times with the wooden old tram.
Of course, Memphis wouldn't be complete without seen Graceland, so we do it! It's beautiful place, but far toomany tourists and too big business! They press every dollar out of a fan's wallet... But it's nice to see!

Tennessee 0227 MemphisGibson  Tennessee 0243 Memphis  Tennessee 0351 Memphis
Gibson Museum                            Memphis Tram                              Beale Street at Night

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